Montag, 2. April 2018

Ostern in Kleinserie

Frohe Ostern vom Goldhäschen

Bevor der Ostermontag gleich zu Ende geht, gibt es jetzt noch schnell ein paar Grüße mit dem Klassiker aller (Gold-) Häschen in der Hauptrolle. Alle Bilder sind mit der K-1 und dem Budget Telezoom FA 100-300mm in der F4.7-5.8 Variante entstanden. Das Objektiv stammt noch aus der analogen Filmäre und wurde relativ kurz zwischen 2000 und 2004 produziert. Zu der bei uns eher selten zu findenden Optik schreib ich demnächst mal meinen nächsten Beitrag aus der Serie [Objektiv gesehen] ...


Donnerstag, 29. März 2018

Rucksack mit Luftkontrolle: Jack Wolfskin ACS Photo Pack Pro im Praxistest

Jack Wolfskin Fotorucksack: funktional, robust, unscheinbar

Den idealen Fotorucksack gibt es nicht. Ganz einfach deswegen nicht, weil die Anforderungen so verschieden sind. Zum einen soll er viel Platz für das ganze Fotogeraffel bieten, also Kamera, ein paar Objektive, ein Stativ, Filter und anderen Kleinkram, vielleicht noch eine Kompakte und das Blitzgerät? Dazu sind noch Trinkflasche und sonstiges Tagesgepäck wie ein leichter Pulli unterzubringen. Er muss komfortabel und leicht zu tragen, gut verstellbar und einfach zugänglich sein, am liebsten ohne ihn abstellen zu müssen. Optisch was hermachen darf er auch, dabei aber nicht zu sehr nach Fotorucksack ausschauen. Die Verarbeitungsqualität muss stimmen, sauber verarbeitete Nähte und widerstandsfähiges Material Langlebigkeit versprechen. Und zu teuer darf er auch nicht sein. Kommen diese Überlegungen bekannt vor? Eben die Suche nach der eierlegenden Wollmichfotorucksacksau.

Ein Kompromiss war für mich in den letzten Jahren mein Kata DR-467i, den es schon einige Zeit nicht mehr am Markt gibt. Er bietet eine ganz gute Aufteilung mit überschaubaren Platz, und glänzt durch eine tadellose Verarbeitung. Letztes Jahr hatte ich ihn noch in Norwegen mit, dabei entstand aber der Wunsch nach einem Upgrade für den bevorstehenden Sommerurlaub in den Bergen. Auslöser war dabei insbesondere (fehlende) Größe und (bescheidender) Tragekomfort. Weiter habe ich mir ein Tragesystem mit Belüftung am Rücken und ein Außennetz für eine Trinkflasche ins Pflichtenheft geschrieben.

Links meine geliebte Fototasche für den Alltag, daneben drei Kandidaten für längere Wanderungen:
Cullmann DayPack 300, mein alter Kata DR-467i, Jack Wolfskin ACS Photo Pack Pro 

Nach intensiver Internet Recherche habe ich mir drei Modelle näher angesehen: den sehr günstigen Genesis Denali Fotorucksack Outdoor, den in grau-orange sportlich gestylten Cullmann Ultralight sports DayPack 300 sowie den eher funktional-nüchternen Jack Wolfskin ACS Photo Pack Pro. Um es kurz zu machen. Der Jack Wolfskin wurde es. Dem Genesis Denali traute ich von der Verarbeitung her kein langes Leben zu. Der Cullmann hat mich optisch überzeugt, ein wirklich attraktiver Rucksack. Aber leider zu klein, insbesondere die Seitenöffnung für die Kamera. Pfiffig der verdeckte Zugang zum Hauptfach vom Rücken her. Dagegen führte das sogenannte "Ventilation System" in kürzester Zeit zu einem verschwitzten Rücken, anders als erhofft.

Der Jack Wolfskin dagegen überzeugte von Anfang an durch Tragekomfort, Qualitätseindruck und Funktionalität. Das Gewicht wird sehr gut auf Schulter und Becken verteilt, der Rücken bleibt durch das sogenannte Air Control System (ACS) weitgehend bis auf den Kontakt mit einem dünnen Trennnetz frei, welches über zwei Stangen gespannt den Abstand zum eigentlichen Rucksack wahrt. Schulter-, Brust- und Beckengurte sind sehr flexibel einstellbar, so dass der Rucksack gut an meine Statur (immerhin 191 cm)  anpassbar ist. Der breite Hüftgurt bietet rechts eine Tasche, welche über einen Reißverschluss im Boden vergrößert werden kann, so dass noch eine kleine Flasche hineinpasst.  Pfiffiges und in den Händen meiner Kinder auch nervendes Detail am Brustgurt: eine Signalpfeife für den Notfall.

Überzeugendes Tragesystem mit luftigem Rückabstand

Es gibt ein großes unteres Fach für Kamera und Objektive mit flexibler, stabiler Klett-Unterteilung. Für den Schnellzugriff, ohne die Tasche ablegen zu müssen, kann das Hauptfach nur an der rechten Seite einen Teil geöffnet werden - oder eben komplett über die gesamte Front. Der Boden ist dick gepolstert und enthält einen Regenüberzug.

Großes Hauptfach für großes Equipment

An der linken Seite, an der eben das Hauptfach nicht geöffnet werden kann, gibt es eine große, offene Seitentasche, die auch eine Literflasche aufnimmt, oder über die zusätzlich mit Gurten ein Stativ fixiert werden kann. Für Kleinkram gibt es noch unter der offenen Seitentasche sowie vorne auf den Hauptdeckel zwei Taschen mit vielen Einteilungen für Karten, Stifte, Akkus, Speicherkarten etc.

Vielfältige Verstaumöglichkeiten - Organizer-Tasche in der Front, Wasserflasche an der Seite

Das obere Fach steht dem unteren in Größe kaum nach. Aufgrund des sehr großen Deckels, welcher vom Körper weg aufschlägt und weit nach unten zieht, wirkt das Fach zunächst zierlich. Aber es passen dann doch auch eine Liter-Flasche, mein kleines Rollei-Stativ mit 32cm Packmaß sowie weitere Utensilien hinein. im Deckel selbst ist ebenfalls eine Tasche integriert, in die Portemonnaie, Mütze und weiterer Kram Platz findet.

Ins obere Fach passen quer gelegt Stativ und 1-l-Wasserflasche

Am Deckel ist auch ein großer Haltegriff aufgenäht, der zwar robust wirkt, aber wenn der Rucksack komplett mit mehreren Kilos bepackt ist, hebe ich doch lieber an den Schultergurten an. Erwähnenswert ist noch ein großes, dick gepolstertes 14-Zoll-Notebookfach, welches sich über beide Hauptfächer erstreckt. Ich habe es aber sofort zugunsten zusätzlichen Volumens herausgenommen.

Alle Nähte sind sauber verarbeitet. Das Material wirkt sehr robust und reißfest, die teure Ausrüstung darf sich gut geschützt fühlen. Die Reißverschlüsse laufen wie zu erwarten problemlos, nichts hakt, dabei vereinfachen große Schlaufen die Bedienung. Zum wertigen Auftritt passt dann das Leergewicht von beachtlichen zwei Kilo. Das Volumen beträgt nominell insgesamt 30 Liter.

Robuste Materialien, leichtgängige Reißverschlüsse mit Schlaufen

In Südtirol und am Gardasee bin ich im letzten Sommer mit dem voll gepackten Rucksack mehrere Stunden gewandert, und war wirklich sehr begeistert. Mit dabei hatte ich eine K-1 mit DFA 15-30mm und DA* 200mm sowie einigen weiteren Linsen, manchmal sogar noch eine kleine Olympus OMD oder die Ricoh GR. Dazu das kleine Rollei-Stativ, welches wie erwähnt sogar in das obere Fach komplett gepasst hat, ein bis zwei Trinkflaschen, Essen, Trinken usw. Grob geschätzt waren das über 10 Kilo Gewicht. Natürlich fange ich dann im Sommer auch trotz ACS an zu schwitzen, aber es klebt nicht so unangenehm am Rücken, wie ich es noch vom Kata kenne. Und Rückenschmerzen waren auch kein Thema, der Tragekomfort hat mich wirklich, wirklich überzeugt.

Allein wenige Kritikpunkte bleiben. Die Vielzahl der Taschen haben nämlich auch den Nachteil, nicht immer alles wiederzufinden, was man am Morgen noch verstaut hat. Aber eigentlich sollte ich das nicht dem Aufbau des Rucksacks ankreiden. Dennoch kann mich insbesondere die feine Aufteilung der Organizer Tasche vorne gar nicht überzeugen, eine gröbere Einteilung mit wenigen Einschubfächern wäre mir hier lieber. Das ist aber Jammern auf hohen Niveau. 

Für den Schnellzugriff kann unteres Fach auch nur seitlich geöffnet werden

Meine Hauptkritik betrifft die Optik. Der Photo Pack verleugnet wirklich nicht sein Wesen, er ist durch und durch ein funktionaler Foto-Rucksack und sieht auch so aus. Attraktives, sportliches, junges Design? Fehlanzeige. Wenn er doch nur zumindest in anderen Farben angeboten werden würde, aber nein, es gibt ihn nur im tiefen Schwarz mit grauem Riemen und Innenleben.

Schwarz und schlicht - das Design haut mich nicht um

Fazit? Funktionalität und Qualität überzeugen so sehr, dass ich ihn wieder mit Freude in dieser Saison auf längeren Wanderungen tragen werde. Mein Rücken wird es danken. Der Wunsch nach einer attraktiveren Alternative besteht zunächst nicht mehr. Nur wenn Jack Wolfskin eventuell mal neue Versionen in pastelligen Farben (wie wäre es mit einem freundlichen Hellblau?)  auflegen würde, wäre ich sofort für ein Upgrade zu haben.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Adieu 2017

Adieu 2017, das neue Jahr kann kommen!

Zum Jahresausklang gibt es noch ein kleines Lebenszeichen auf diesem Blog, In den letzten Monaten ist mein Hobby Fotografie tatsächlich in einen Dornröschenschlaf versunken und wartet darauf, in 2018 wieder wach geküsst zu werden. Ich kann gerade wirklich nicht sagen, ob und wie es hier weitergehen wird.

Ich mach mir dann im obligatorischen Jahresrückblick nochmal Gedanken (der Beitrag hier ist das definitiv nicht!), kann aber passieren, dass dieser bei meiner momentanen Schreibfaulheit erst Karneval oder Ostern kommt ... Bis dahin wünsche ich Euch allen einen guten Start ins neue Jahr 2018!

Zum Abschluss noch ein paar Fotos vom letzten Spaziergang des Jahres an Silvester, denn schließlich war und ist das hier ein Foto-Blog. Die Fotos sind mit meiner "Immer-Dabei" entstanden, der kleinen Ricoh GR mit Retro Bildeffekt.

Dienstag, 3. Oktober 2017

[Objektiv gesehen] PENTAX DFA 15-30mm im Praxistest

DFA 15-30mm - das Weitwinkel-Zoom für weite Landschaften

Mit Einführung der K-1 hat Ricoh in den beiden letzen Jahren eine Reihe lichtstarker Zooms mit durchgängiger Blendenzahl 2,8 folgen lassen. Das HD PENTAX-D FA 15-30mm F2,8 ED SDM WR deckt den unteren (Super-) Weitwinkelbereich ab, welches vom DFA 24-70mm als Allrounder und dem DFA 70-200mm ergänzt wird. Somit hat PENTAX nun auch seine Holy Trinity an Objektiven im hochpreisigen, vermeintlich (semi-) professionellen Segment, wie sie auch - in mehr Varianten - bei Nikon, Canon, Sony, Sigma und Tamron angeboten werden.

Ich durfte nun dank einer Leihgabe von Ricoh meine eigenen praktischen Erfahrungen mit dem Zoom-Boliden an der K-1 während der Sommerferien in Südtirol und am Gardasee sammeln. Ich gebe es direkt zu: aufgrund des Gewichtes und der Größe haben ich mir jeden Tag aufs Neue die Frage gestellt, ob ich das Objektiv mit in die Fototasche packe, oder nicht. Ganz im Zeitgeist moderner Objektive klotzt das DFA 15-30mm mit einem schwer gewichtigen, massiven Auftritt. Die Jagd nach höchster Abbildungsqualität für die 36 Megapixel des großen Kleinbild Sensors der K-1 erfordert wohl den Einsatz von sehr viel Glas (18 Elemente). Das zweifach Zoom bringt über 1040g auf die Waage und beeindruckt durch seine 10cm Durchmesser, der für den Einsatz von Filtern, die Anschaffung eines zusätzlichen Halters erforderlich macht.

1 Kilogramm Objektiv - das DFA 15-30mm ist für PENTAX Verhältnisse ein echter Brummer

Verarbeitungsqualität und Anfassgefühl sind hervorragend.  Ich habe den Eindruck, mit dem Objektiv Nägel in die Wand schlagen zu können, auch wenn das Gehäusematerial "nur" Kunststoff ist. Dieser wirkt aber sehr robust und lässt keine Zweifel über die Nehmerqualitäten des Objektivs aufkommen. Dazu passt die fest integrierte Gegenlichtblende und der massige Objektivdeckel. Zusammen mit der K-1 hält man zwei Kilogramm Fotogerät in der Hand, die sehr gut ausbalanziert sind.

Die Strada Statale kurz vor dem Timmelsjoch in Südtirol
Blick auf St. Martin in Passeier

Wie auch bei anderen aktuellen PENTAX Zooms liegt der schmalere Fokus-Ring vor dem Zoom-Ring, also näher am Kameragehäuse. Die Ringe lassen sich über die griffige Gummierung angenehm verstellen, wobei der Zoom für meine Bedürfnisse noch weicher laufen dürfte. Bei der Brennweitenverstellung ändert sich überraschenderweise nicht die Baulänge des Objektivs, der Objektivtubus verschiebt sich nur im Inneren des Gehäuses.

Selbst der Objektivdeckel beeindruckt durch seine Größe

Durch die 2,8er Lichtstärke und der geringen Naheinstellgrenze von 28cm kann trotz des Weitwinkels ein wenig mit Freistellung durch Schärfe und Unschärfe gespielt werden - gerade in Zusammenhang mit großen Bildwinkeln finde ich das sehr spannend. Unschärfen werden nicht harsch, sondern weich gezeichnet. Das Bokeh ist also wenig auffällig und somit gut.

Mit offener Blende gelingen auch freigestellte Portraits mit viel Hintergrund
Meran am frühen Morgen bei 15mm

Bei Blende 11 selbst in den Ecken scharf
Der subjektive Schärfeeindruck kann mich über alle Brennweiten überzeugen, an den Rändern ist er erwartungsgemäß bei offener Blende ein wenig weicher. Das DFA 15-30 ist aber das erste Weitwinkel-Zoom, welches ich an einer Kamera testen konnte, das abgeblendet selbst bis in die Ecken ausreichend scharf zeichnen kann. Ich bin wirklich sehr positiv angetan, das im Frühjahr von mir getestete Irix 15mm hat da nicht besser abliefern können, und das als Festbrennweite in ähnlichen Dimensionen.

Dazu kommt, dass das PENTAX Zoom (ganz anders als das Irix) wenig Probleme mit Gegenlicht hat, was ich gerade bei dem großen Bildwinkel sehr wichtig finde. Bei Aufnahmen mit der Sonne im Bild waren nur selten Lens Flares auszumachen. Und wenn, waren diese zumeist wenig ausgeprägt. Auch andere prominente Farbfehler an Kontrastkanten oder im Bereich der Fokusebene sind mir nicht aufgefallen.

Die "Blendensterne" bei stark geschlossener Blende aus 18 Strahlen sind hübsch anzusehen, für meinen Geschmack könnten sie noch ein wenig deutlicher und weniger aufgefächert ausfallen. Das dürfte aber eben ein Zugeständnis an die abgerundeten Blendenlamellen für das gefälligere Bokeh sein. Allerdings habe ich auch nur am Tag mit der Sonne und nicht mit punktuellen Lichtquellen in der Nacht getestet.

Blendenstern bei Blende 22 (in der Fußgängerzone von St. Martin in Passeier)  
Gegen die Sonne - unter diesen Bedingungen sind Lens Flares kaum zu vermeiden (Marocche di Dro)

Für ein Superweitwinkel vielleicht nicht ganz so entscheidend, aber beim 15-30er ohne Fehl und Tadel, ist das Autofokus Verhalten. Die Optik fokussiert schnell, leise und akkurat, ohne Nachfassen zu müssen. Über Quickshift kann manuell nachreguliert werden, ohne den AF extra abschalten zu müssen. Die SDM Bezeichnung der Antriebstechnologie für den Autofokus mag verunsichern, gilt dieser doch bei einigen DA* Objektiven der Vergangenheit als anfällig für Defekte und teure Reparaturen. Da aber das DFA 15-30mm (wie auch das DFA 24-70mm) auf dem SP 15-30mm Objektiv von Tamron aufbaut, ist stark zu vermuten, dass es sich bei dem SDM Ultraschallmotor in Wirklichkeit um einen Tamron USD-Motor handelt. Insofern würde ich mir über die Haltbarkeit keine Sorgen machen.

Regina Mundi - die Königin der Welt in 30mm (am Gardasee)
Eine leicht gekippter Blick führt bei 15mm schnell zu prägnant stürzenden Linien  (Palast auf der Isola del Garda)

Überhaupt Tamron. Ab und zu lese ich im Netz Kritik darüber, dass Ricoh/Pentax doch nur Tamron Objektive adaptiere und dann überteuert verkauft. Ich persönlich finde es nicht verwerflich, als kleiner Kamera-Hersteller Objektive von anderen Fremdherstellern zu adaptieren. PENTAX hat das früher schon oft gemacht. Ich denke da zum Beispiel an das hervorragende DA 12-24mm, welches auf ein Tokina-Design aufbaut. Wichtig ist, dass vom "Charakter" her die Objektive im Sortiment untereinander stimmig sind. Beim 15-30mm ist dies gelungen, gerade Kontraststärke und Farbanmutung passen gut zu anderen PENTAX Linsen. Dazu wertet PENTAX das Original Tamron Objektiv weiter auf durch das ansprechende, wetter-resistente Gehäuse, die Integration der mechanischen Blendensteuerung für den Pentax-K-Mount,  sowie die HD und SP Vergütung der Frontlinse.

Das DFA 15-30mm dürfte jeden K-1 Besitzer aufgrund seiner sehr guten optischen Eigenschaften reizen, der im Bereich Architektur und Landschaft seinen Schwerpunkt setzt. Und den Gewicht, Größe und Preis nicht abschrecken. Natürlich könnte man sich darüber ärgern, dass das Tamron Pendant mit ca 900 EUR wesentlich günstiger zu haben ist als die PENTAX Ausführung (ca 1700 EUR). Bringt aber nichts, weil es eben das Tamron so nicht für das K-Bajonett zu kaufen gibt, Punkt.

Für PENTAX Fotografen mit APS-C Kameras würde ich eher auf andere, weniger voluminöse Objektive schielen wie das ältere DA 12-24mm oder ein 10-20er von Sigma. Für K-1 Besitzer gibt es aber in diesem Brennweitenbereich derzeit keine Alternative, wenn ein modernes, auf Schärfe getrimmtes Zoom gesucht wird.

Die Naheinstellgrenze von 28cm erlaubt Detailaufnahmen mit reichlich Kontext drumherum
Blick auf die mächtigen Berge der Alpen am Seebergsee (Südtirol)

Donnerstag, 21. September 2017

Nach dem Sommer

Abwechslungsreich - der Sommer in Südtirol

Wenn ich mir anschaue, wann ich zuletzt hier etwas auf dem Blog veröffentlicht habe, werde ich schon ein wenig traurig. Am Willen alleine mangelt es nicht, aber derzeit stehen einfach andere Themen im Vordergrund und die Freizeit ist endlich. Dabei habe ich so viele Ideen, worüber ich dieses Jahr noch schreiben könnte. Insbesondere im Sommer habe ich fleißig fotografiert und auch Hardware getestet. Ich setze mich jetzt einfach selber mit diesem Post ein wenig unter Druck und schaue mal, was in den nächsten Wochen so geht.

Porto di San Felice (Gardasee)

Was ich auf jeden Fall noch liefern will, sind zwei Erfahrungsberichte zu sehr unterschiedlichen Objektiven. Auf der einen Seite hatte ich in den Sommerferien die Gelegenheit von Ricoh erhalten, das aktuelle Weitwinkel-Zoom DFA 15-30mm f/2.8 zu testen. Da passte es gut, dass wir den Urlaub in Südtirol und am Gardasee verbracht haben, denn die Optik erscheint für Landschaftsfotografie prädestiniert. Die extremen Bildwinkel bei hoher Lichtstärke begeistern, kosten aber auch einiges an Platz in der Fototasche und Schweiß auf der Stirn ob des massigen Auftritts.

Eindrucksvolles Gespann: DFA 15-30mm an der K-1

Bereits seit dem Frühjahr begleitet mich ein PENTAX-M 20mm f/4, welches bis 1984 aufgelegt wurde und somit schon einige Jahrzehnte unterwegs ist. Von den Parametern ist das Objektiv also eine völlig andere Hausnummer als das DFA Zoom, aber dennoch habe ich es in den letzten Monaten ebenfalls sehr gerne für Landschaftsaufnahmen eingesetzt. Einige Ergebnisse habe ich bereits hier im Blog gezeigt, so in meinen Norwegen Bildern. Ich hab die Linse so sehr ins Herz geschlossen, dass ich demnächst hier im Blog für sie noch ein wenig mehr Werbung machen möchte. Und ein paar direkte Vergleichsbilder mit dem DFA 15-30mm Zoom bei 20mm schlummern auch noch auf meiner Festplatte ... genau so wie Fotos zu einem 28mm Shootout zusammen mit einem PENTAX-A 28mm f/2.8, dem hervorragenden DFA 28-105mm Allrounder-Reisezoom und - Achtung - einer Ricoh GR.

Malcesine am Gardasee gesehen durch das M 20mm

Und noch ein Thema will ich mir vor Jahreswende aus dem Kopf schreiben. Extra für den Urlaub habe ich mich mit diversen Fotorucksäcken beschäftigt und mir dann auch einen neuen für die Berge gekauft. Die Wahl fiel auf den Jack Wolfskin Photo Pack Pro, der meiner Idealvorstellung schon recht nah kommt. Warum und weshalb, und welche Wünsche noch offen bleiben, folgt dann hoffentlich auch noch in diesem Jahr hier auf dem Blog.

Mein neuer Fotorucksack im Realeinsatz bei Pfelders (Südtirol)

Das sollte als Programm bis zum Jahreswechsel eigentlich reichen. Ich hoffe schwer, dass ich bei meiner Rückschau auf 2017 dann nicht feststellen muss, dass jetzt dieser Beitrag hier mein letzter war. Drück mal bitte die Daumen! Aber wenn nicht, dann halt nicht. Ist ja alles nur Hobby ...

So mag ich es - entspanntes Fotografieren im Bergsturzgebiet Marocche di Dro um sechs Uhr früh

Freitag, 14. Juli 2017

[NMZ] Auf'm Dom mit der GR

Zutaten für einen "ausblickreichen" Ausflug mit Kollegen: GR, BW, Dom

Früher sagte man Betriebsausflug, heute heißt es Team-Event mit den lieben Kollegen. Da bringe ich sicher nicht meine DSLR Ausrüstung in Stellung. Stattdessen entscheide ich mich für die kompakte, ungemein unauffällige Ricoh GR, die selbst hinten in die Jeans-Tasche passt und völlig unbeschwertes Fotografieren ermöglicht. Zur GR schreibe ich jetzt nichts weiter, aber wenn Deine Neugier geweckt, möchte ich auf diesen liebevollen Artikel des bekannten Street-Fotografen Eric Kim verweisen: The Ricoh GRII: The Best Camera 2017.

Wo geht es hin? Ziel ist der Kölner Dom, genauer eine Domführung über den Dächern, welche spannende Ein- und Ausblicke von diesem imposanten Bauwerk verspricht (und hält). Jetzt geht es los, der Aufzug kommt. Die Kamera noch schnell auf den SW Modus umgestellt, und ab nach oben ...